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Statt Karneval

So, ihr Karnevalsjecken am Niederrhein. Ich möchte eure Feierei ja nur ungern stören, aber hier im hohen Norden gibt es auch was zu berichten, so ganz und gar unkarnevalistisch...bisher :D Mein Wochenende beginnt ja immer schon Donnerstag und diesen Donnerstag war volles Programm angesagt. Nach der Schule am Nachmittag war ich zum zweiten Mal mit den Mädels aus der 8. Klasse unterwegs. Wir haben zuerst das Rathaus und die Domkirche besichtigt und sie haben mir etwas dazu erzählt, danach waren wir etwas shoppen und zum Abschluss Smoothies trinken. Sehr lecker und ein sehr gemütlicher Nachmittag. Nachdem das beendet war, ging es für mich direkt weiter ins nächste Cafe, wo sich einige Lehrer zum gemeinsamen Essen verabredet hatten. Danach sollte nämlich unser Weihnachtsgeschenk stattfinden, ein Theaterbesuch. Das gemeinsame Essen war super schön. Auch wenn ich natürlich bei dem ganzen Dänisch, was da so um mich herum geredet wurde, Schwierigkeiten hatte zu verstehen worum es ging. Aber egal, habe ich mich eben aufs Essen konzentriert Ich hatte ein Clubsandwich. Das ist ein Roggenbrötchen mit gebratener Hühnerbrust, Gurke, Salat, Tomate, Zwiebeln und Currysoße. Sehr, sehr lecker sag ich euch. Auch wenn es mit 95 Kronen nicht ganz billig ist, aber was ist hier schon billig. Das gute war, dass die Lehrer eine Mitgliederkarte haben, mit dem sie in dem Cafe Rabatt bekommen. Da einige Lehrer diese Karte nicht dabei hatten und ich ja gar keine habe, haben wir sie beim bezahlen fleißig untereinander ausgetauscht, damit auch jeder 20 Prozent Rabatt bekommt. Das hat sich auf jedenfall gelohnt Der anschließende Theaterbesuch fand in "Kulturmaskinen" statt. Das gehört zum Kunstviertel Brandts in Odense. Es war nur ein kleiner Raum für wenige Gäste und das Schulpersonal machte den Großteil davon aus. Ich war ja skeptisch, ob ich da mit hin sollte, da ich nicht wusste, wie viel ich verstehen würde, aber hinterher war ich froh, dabei gewesen zu sein. Es war Improvisationstheater einer Gruppe, die sich "KLAUSTROFOBISKE KOSMONAUTER" nennt und scheinbar auch recht bekannt sind. Das ganze fand also in Interaktion mit dem Publikum statt, das immer mitentscheiden durfte, was gespielt wurde, wo es stattfand und worum es ging. Es gab zwei Zweierteams, einen Modertor und einen Pianisten, der das ganze mit passender Musik untermalte. Auch wenn ich nur ca. die Hälfte verstanden habe, war es richtig lustig. Klar, vieles war auch einfach Blödsinn und Quatsch, aber ich habe viel gelacht und war sehr beeindruckt wie man in so kurzer Zeit und spontan auf die Anweisungen der Zuschauer reagieren kann. Freitag war freier Eintritt im Zoo hier in Odense und das darf man sich ja nicht entgehen lassen, denn normalerweise kostet der Eintritt 140 Kronen also 20 Euro. Da hier im Moment ein große Spendenaktion stattfindet, war das eine Hilfsaktion eines Energieträgers in Dänemark, die für jeden Besucher 10 Kronen spenden. Im Zoo war ich hier ja noch nicht und im Winter sind ja auch viele Tiere drin, aber es war trotzdem sehr schön. Mary, Zsuzsanna und ich waren extra früh da, damit es noch nicht so voll ist. Es ist ein großer und sehr schöner Zoo mit vielen Brücke, da der Odense Fluss auch dadurch fließt. Es gibt Giraffen, Löwen, Tiger, Kamele, Affen, Schildkröten und Robben aber keine Elefanten, Nashörner, Nilpferde. Am besten gefallen haben mir aber die Pinguine. Es gab vier verschiedene Arten, die an einem künstlichen Südpol leben. Das ist ein Bereich innen, der sehr kalt ist, Wasser und Eis hat und einen künstlichen relativ dunklen Himmel. Vor allem die Kaiserpinguine waren toll. Dann gab es noch einen kleinen Tunnel unter einem Aquarium durch, sodass man die Fische über sich schwimmen sehen konnte. Das war auch cool! Es war jedoch sehr sehr kalt draußen und man konnte froh sein, wenn es in ein Tropenhaus ging Nachdem wir uns noch mit Laura und ihrem Freund auf einen Kaffee getroffen haben, haben wir uns dann am Nachmittag auf den Heimweg gemacht. Samstag habe ich mich dann entspannt und war nachmittags mit Laura und Mary in der Stadt shoppen und heute war dann kein Karneval, sonder Crosslauf angesagt. Der letzte der Serie. Nina, eine Lauffreundin war auch mit dabei und das war toll, denn sie war lange krank und ich habe mich gefreut sie wiederzusehen. Der Crosslauf war diesemal nicht in Odense, sonder 30 km außerhalb und es war eine wunderschöne Strecke rund um einen Golfplatz im Wald. Die Landschaft war so schön voller Schnee und die Sonne schien toll. Sehr schnell gelaufen bin ich nicht, da ich im Moment etwas Schmerzen im Fußgelenk habe und ich es nicht in Kauf nehmen wollte gar nicht laufen zu können (ich glaube das liegt am vielen Asphaltlaufen hier, denn im Wald habe ich den Fuß nicht gespürt). Aber 4:45 für einen hügeligen Schneelauf ist vollkommen zufriedenstellend und Nina und ich haben beide unsere Klassen gewonnen. Alles in allem, also ein perfekter Tag! Und alles ganz ohne Karneval, obwohl ich ja schon etwas traurig bin, dass ich den Zug heute bei uns und vorallem morgen in Kempen nicht sehen kann. Frei habe ich auch nicht, aber morgen wird in der Schule Karneval gefeiert. Das heißt hier Fastelavn und ist nur ein Fest für Kinder. Es wird die Katze aus der Tonne geschlagen (das ist ein alter Brauch, der früher die Hexerei vertreiben sollte). Heute ist in der Tonne Süßes. Und eigentlich sollten die Kinder heute von Haus zu Haus ziehen, ein Karnevalslied singen und Süßes und Geld einsammeln. Gesehen habe ich aber niemanden. Jedenfalls bin ich mal auf die Feierei morgen gespannt und werde euch davon berichten. Guckt euch doch auch die Bilder an! http://www.flickr.com/photos/91084538@N07/

10.2.13 19:04

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