Letztes Feedback

Meta





 

Winterferien auf Römö

Ich will zurück an die Nordsee. Ich vermisse das Meer, die Dünen, den endlosen Strand und die Muscheln!!! Oh man, ich sag euch, es war ein traumhafter Urlaub. Und ich will am liebsten sofort wieder an die Nordsee. Zum ersten Mal habe ich Winterferien gehabt. Hier in Dänemark ist das ganz normal, während das bei uns ja nur in ein paar Bundesländern der Fall ist. Viele nutzen das hier, wie auch bei uns, um in den Skiurlaub zu fahren. Eine Woche keine Schule. Und Ferien hatte ich auch dringend nötig. Mama und ich hatten schon im Vorfeld überlegt, dass wir diese Woche gemeinsam verbringen und schließlich habe ich für Kerstin, Mama, Felix und mich über Novasol ein Ferienhaus auf Römö gemietet. Für alle die damit jetzt nichts anfangen können: Römö ist eine Insel an der Westküste Dänemarks. Die Südspitze Römös liegt nahe des nördlichsten Teils von Sylt. Man kann über einen ca. 9km langen Damm auf die Insel fahren. Die Ostküste der Insel liegt am Wattenmeer und die Westküste an der offenen Nordsee. Die gesamte Westküste ist ein 18 km langer und 3 km breiter Sandstrand. Und unser Ferienhaus war ein Traum. Es lag zwar leider nicht direkt an der Nordsee, dafür aber dicht beim Wattenmeer. Es war reetgedeckt, lag zwischen Dünen, war innen gemütlich mit Holz verkleidet und hatte Saune, Whirlpool und Swimmingpool. Es war so toll. Ich habe mich Samstag hier von Odense auf den Weg gemacht und war in gut zwei Stunden da. Also habe ich schon mal den Schlüssel geholt, eine Infobroschüren mitgenommen und bin dann zum Haus gefahren, um es schon mal wohnlich zu machen. Mama, Kerstin und Felix kamen erst so gegen 7. Bis dahin habe ich schon etwas die Insel erkundet und den Pool benutzt. Der war zwar nicht soo groß, hatte aber eine Gegenschwimmanlage! Mein primäres Urlaubsziel war, neben der Erholung natürlich, Bernstein zu suchen (und zu finden!). Ersteres habe ich auch fleißig gemacht, letzteres blieb leider erfolglos. Das Wetter war ganz in Ordnung. Am ersten Tag war es aber so neblig, dass man am Strand nicht das Meer sehen konnte. Bei unserem Spaziergang sind wir daher auch nur an Holzpfählen entlang gegangen, da uns jegliche Orientierung fehlte. Statt Bernstein habe ich jede Menge große Wellhornschneckenhäuser gefunden. Laut meinem Nordseefunde-Buch sollen die eher selten sein, aber ich habe jede Menge gefunden. Donnerstag und Freitag hatten wir sogar Sonnenschein, aber es wehte immer ein kalter Wind, sodass man komplett durchgefroren war. Da kam die Sauna und der Whirlpool gerade recht Am Dienstag haben wir Tønder und Møgeltønder besucht. Das sind zwei alte Städte nahe der deutschen Grenze. Tønder ist Ribe sehr ähnlich. Es gibt einen schönen alten Stadtkern mit Fußgängerzone. Møgeltønder ist ein kleiner Ort, der hauptsächlich aus einer Straße besteht. Es gibt nur Kopfsteinpflaster. Links und rechts stehen schöne alte reetgedeckte Häuschen. Richtig idyllisch. Der zweite Sohn der Königin hat dort ebenfalls seine Residenz und die Straße sieht aus wie eine Paradestraße :D Danach haben wir noch einen Abstecher nach Deutschland gemacht, damit wir zum einen billiger einkaufen konnten und ich mir einige deutsche Leckereien kaufen konnte :D Mittwoch haben wir einen Ausflug nach Mandö gemacht. Das ist eine sehr kleine Insel über Römö mit gerade mal 40 Einwohnern. Die Insel kann man nur bei Ebbe erreichen über eine 8 km lange Buckelpiste quer durchs Wattenmeer. Das war ein Abenteuer. Die Insel ist toll, viel unberührte Natur. Es gibt auch eine Sandbank, die bei Ebbe erreichbar sein soll, wo man Bernstein sammeln und Robben sehen kann. Leider war das für uns nicht möglich, aber im Mai werde ich mein Glück nochmal versuchen.. Die restlichen Tage haben wir mit Bernsteinsuche und Spaziergängen verbracht. Felix konnte am Strand frei herumlaufen und hat das auch zum Großteil genossen. Weiterhin haben wir noch die Insel erkundet. Dort gibt es Dänemarks kleinste Schule und einen Zaun aus Walknochen. Das ist schon sehenswert Leider war der Urlaub schneller vorbei, als mir lieb war. Und krank war ich die ganzen Ferien auch. Super Timing! Und jetzt habe ich Sehnsucht nach der Nordsee... Am Donnerstag vor den Ferien hatten wir abends noch ein Dinner mit allen Comeniusassistenen aus Odense. Das war super. Wir waren in einem mexikanischen Restaurant und hatten ein super leckeres Buffet, mit Salat, Reis, Weizentortillas, Soßen, Jalapenos und und und. Zum Nachtisch hab es Mandeltorte mir Walnusseis, was super lecker war. Und bezahlt wurde uns das alles, von den Comeniusorganisatoren hier in Odense. Zwei Getränke hatten wir auch noch frei und eine Flasche Wein gab es auch (zwar nichts für mich, aber trotzdem sehr spendabel). Das war auf jedenfall ein sehr schöner Abend und muss daher auch hier erwähnt werden. Es lohnt sich wirklich Comeniusassistent zu sein :D Fotos folgen morgen! Und ich will zurück an die Nordsee!!!

24.1.13 21:28, kommentieren

Werbung


Statt Karneval

So, ihr Karnevalsjecken am Niederrhein. Ich möchte eure Feierei ja nur ungern stören, aber hier im hohen Norden gibt es auch was zu berichten, so ganz und gar unkarnevalistisch...bisher :D Mein Wochenende beginnt ja immer schon Donnerstag und diesen Donnerstag war volles Programm angesagt. Nach der Schule am Nachmittag war ich zum zweiten Mal mit den Mädels aus der 8. Klasse unterwegs. Wir haben zuerst das Rathaus und die Domkirche besichtigt und sie haben mir etwas dazu erzählt, danach waren wir etwas shoppen und zum Abschluss Smoothies trinken. Sehr lecker und ein sehr gemütlicher Nachmittag. Nachdem das beendet war, ging es für mich direkt weiter ins nächste Cafe, wo sich einige Lehrer zum gemeinsamen Essen verabredet hatten. Danach sollte nämlich unser Weihnachtsgeschenk stattfinden, ein Theaterbesuch. Das gemeinsame Essen war super schön. Auch wenn ich natürlich bei dem ganzen Dänisch, was da so um mich herum geredet wurde, Schwierigkeiten hatte zu verstehen worum es ging. Aber egal, habe ich mich eben aufs Essen konzentriert Ich hatte ein Clubsandwich. Das ist ein Roggenbrötchen mit gebratener Hühnerbrust, Gurke, Salat, Tomate, Zwiebeln und Currysoße. Sehr, sehr lecker sag ich euch. Auch wenn es mit 95 Kronen nicht ganz billig ist, aber was ist hier schon billig. Das gute war, dass die Lehrer eine Mitgliederkarte haben, mit dem sie in dem Cafe Rabatt bekommen. Da einige Lehrer diese Karte nicht dabei hatten und ich ja gar keine habe, haben wir sie beim bezahlen fleißig untereinander ausgetauscht, damit auch jeder 20 Prozent Rabatt bekommt. Das hat sich auf jedenfall gelohnt Der anschließende Theaterbesuch fand in "Kulturmaskinen" statt. Das gehört zum Kunstviertel Brandts in Odense. Es war nur ein kleiner Raum für wenige Gäste und das Schulpersonal machte den Großteil davon aus. Ich war ja skeptisch, ob ich da mit hin sollte, da ich nicht wusste, wie viel ich verstehen würde, aber hinterher war ich froh, dabei gewesen zu sein. Es war Improvisationstheater einer Gruppe, die sich "KLAUSTROFOBISKE KOSMONAUTER" nennt und scheinbar auch recht bekannt sind. Das ganze fand also in Interaktion mit dem Publikum statt, das immer mitentscheiden durfte, was gespielt wurde, wo es stattfand und worum es ging. Es gab zwei Zweierteams, einen Modertor und einen Pianisten, der das ganze mit passender Musik untermalte. Auch wenn ich nur ca. die Hälfte verstanden habe, war es richtig lustig. Klar, vieles war auch einfach Blödsinn und Quatsch, aber ich habe viel gelacht und war sehr beeindruckt wie man in so kurzer Zeit und spontan auf die Anweisungen der Zuschauer reagieren kann. Freitag war freier Eintritt im Zoo hier in Odense und das darf man sich ja nicht entgehen lassen, denn normalerweise kostet der Eintritt 140 Kronen also 20 Euro. Da hier im Moment ein große Spendenaktion stattfindet, war das eine Hilfsaktion eines Energieträgers in Dänemark, die für jeden Besucher 10 Kronen spenden. Im Zoo war ich hier ja noch nicht und im Winter sind ja auch viele Tiere drin, aber es war trotzdem sehr schön. Mary, Zsuzsanna und ich waren extra früh da, damit es noch nicht so voll ist. Es ist ein großer und sehr schöner Zoo mit vielen Brücke, da der Odense Fluss auch dadurch fließt. Es gibt Giraffen, Löwen, Tiger, Kamele, Affen, Schildkröten und Robben aber keine Elefanten, Nashörner, Nilpferde. Am besten gefallen haben mir aber die Pinguine. Es gab vier verschiedene Arten, die an einem künstlichen Südpol leben. Das ist ein Bereich innen, der sehr kalt ist, Wasser und Eis hat und einen künstlichen relativ dunklen Himmel. Vor allem die Kaiserpinguine waren toll. Dann gab es noch einen kleinen Tunnel unter einem Aquarium durch, sodass man die Fische über sich schwimmen sehen konnte. Das war auch cool! Es war jedoch sehr sehr kalt draußen und man konnte froh sein, wenn es in ein Tropenhaus ging Nachdem wir uns noch mit Laura und ihrem Freund auf einen Kaffee getroffen haben, haben wir uns dann am Nachmittag auf den Heimweg gemacht. Samstag habe ich mich dann entspannt und war nachmittags mit Laura und Mary in der Stadt shoppen und heute war dann kein Karneval, sonder Crosslauf angesagt. Der letzte der Serie. Nina, eine Lauffreundin war auch mit dabei und das war toll, denn sie war lange krank und ich habe mich gefreut sie wiederzusehen. Der Crosslauf war diesemal nicht in Odense, sonder 30 km außerhalb und es war eine wunderschöne Strecke rund um einen Golfplatz im Wald. Die Landschaft war so schön voller Schnee und die Sonne schien toll. Sehr schnell gelaufen bin ich nicht, da ich im Moment etwas Schmerzen im Fußgelenk habe und ich es nicht in Kauf nehmen wollte gar nicht laufen zu können (ich glaube das liegt am vielen Asphaltlaufen hier, denn im Wald habe ich den Fuß nicht gespürt). Aber 4:45 für einen hügeligen Schneelauf ist vollkommen zufriedenstellend und Nina und ich haben beide unsere Klassen gewonnen. Alles in allem, also ein perfekter Tag! Und alles ganz ohne Karneval, obwohl ich ja schon etwas traurig bin, dass ich den Zug heute bei uns und vorallem morgen in Kempen nicht sehen kann. Frei habe ich auch nicht, aber morgen wird in der Schule Karneval gefeiert. Das heißt hier Fastelavn und ist nur ein Fest für Kinder. Es wird die Katze aus der Tonne geschlagen (das ist ein alter Brauch, der früher die Hexerei vertreiben sollte). Heute ist in der Tonne Süßes. Und eigentlich sollten die Kinder heute von Haus zu Haus ziehen, ein Karnevalslied singen und Süßes und Geld einsammeln. Gesehen habe ich aber niemanden. Jedenfalls bin ich mal auf die Feierei morgen gespannt und werde euch davon berichten. Guckt euch doch auch die Bilder an! http://www.flickr.com/photos/91084538@N07/

10.2.13 19:04, kommentieren

Ribe - Dänemarks älteste Stadt

Wieder eine Woche verstrichen und zwar wie im Flug. Der Schnee hat sich verflüchtigt diese Woche und es wurde etwas wärmer, aber leider schneit es gerade wieder. Das wird aber wohl nicht zu lange liegen bleiben. Ich will jetzt Frühling! Ich habe festgestellt, dass die Hälfte meines Aufenthaltes hier schon um ist. 4 Monate bin ich schon hier und 4 weitere sind es noch...das geht so schnell. Diese Woche ist in der Schule eigentlich nichts Spektakuläres passiert. In meinem Wahlfach bei den Kleinen wurde mir gesagt, dass sie gerne von mir unterrichtet werden und schon traurig sind, wenn die Wahlperiode nächste Woche vorbei ist. Das war süß Ansonsten musste ich mich Dienstag mit eine aufsässigen Sechstklässler rumschlagen. Also Respekt vor dem was die Lehrkraft sagt, hatte der überhaupt nicht. Das war schon krass. Und Donnerstag bei den Kleinen habe ich mit einem Schüler zusammengearbeitet, der sich sehr schlecht konzentrieren kann, wenn ihm keiner bei den Aufgaben zuschaut, aber siehe da, mit mir an seiner Seite, ist er richtig fleißig gewesen Meine neue Brille konnte ich am Dienstag endlich abholen Es ist aber bisher nur Trine und Mary aufgefallen... Am Freitag war dann shopping angesagt. Hier ist im Moment noch Udsalg (also Ausverkauf) und viele Sachen sind bis 70 Prozent reduziert. Ich habe mich mit Rok, Mary und Szusanna (eine neue Assistentin aus Ungarn) im Rosengaardcenter verabredet. Dort haben wir uns durch die Prozente geschlafen Ich habe zwei Paar Schuhe, eine Leggings und zwei Shirts abgestaubt. Am meisten habe ich mich aber auf Samstag gefreut. Ein Ausflug nach Ribe war geplant und das bei schönstem Wetter. Ribe ist die älteste Stadt in Dänemark und liegt an der Westküste, also auf Jütland und an der Nordsee. Die Stadt ist nicht so groß, ca. 8000 Einwohner, aber ist eine richtige idyllische Stadt und auf Touristen ausgerichtet. Es gibt (im Gegensatz zu Aarhus) eine Touristeninformation, in der man sehr viel Infomaterial und auch schöne Postkarten bekommt. Darüberhinaus bietet die Stadt den Dom, der sehr schön gestaltet ist. Man kann für 20 Kronen auf den Turm steigen (240 Treppenstufen) und hat dann eine wunderbare Aussicht über die Stadt. Das war ein Erlebnis. Außerdem ist der alte Stadtkern an sich sehenswert. Es gibt viele kleine bunte Häusschen mit schön bemalten Türen, sowie kleine Souvenirshops. Und juhuu, es gab einen Bernsteinladen. Den musste ich natürlich besuchen und etwas gekauft habe ich auch: Eine Kette und ein passendes Armband. Der Tag war also schon gerettet. Danach wollte wir ans Wattenmeer fahren. Ich hatte mir ja alles mögliche vorgestellt, aber das,was uns dann geboten wurde, war unvorstellbar. Als wir über die Düne fuhren erblickten wir.... Eis! Wohin wir auch schauten, türmten sich Eisschollen übereinander. Es sah aus wie am Nordpol! Einige aus meiner Gruppe, verglichen das mit einer Müllkippe, da die Eisschollen natürlich dreckig waren, und verbreiteten etwas schlechte Stimmung ("Findet ihr das etwa schön?"), aber Mary, Anna (eine deutsche Studentin aus Marys Wohnheim) und ich haben uns davon die Stimmung nicht verderben lassen und haben fleißig Bilder gemacht. Dann sind wir noch auf dem Damm entlang gewandert und haben uns die frische Luft um die Nase pusten lassen. Ein Besuch im Frühling muss aber jetzt nochmal sein, denn so wirklich "Watt" habe ich jetzt vom Wattenmeer nicht gesehen, auch wenn die Eisschollen natürlich beeindruckend waren. Auf dem Rückblick haben wir noch kurz in Middelfaart am Hafen haltgemacht um im Licht der untergehenden Sonne die Brücke zwischen Jütland und Fünen über den Lillebaelt zu fotografieren, aber dann gings auch nach Hause, da wir richtig müde von der frischen Luft waren. Es war auf jedenfall ein toller Ausflug und Bilder folgen bald hier: http://www.flickr.com/photos/91084538@N07/

3.2.13 17:33, kommentieren

Aarhus

So, jetzt kann ich euch mal wieder etwas berichten und zwar von einem wunderschönen Ausflug nach Aarhus. Am Freitag haben Mary und ich uns früh auf den Weg zur zweitgrößten Stadt Dänemarks gemacht. Zweitgrößte Stadt bedeutet in diesem Fall, dass die Stadt aber kleiner ist und weniger Einwohner hat als Münster :D Aarhus liegt in Mitteljütland, der linken Halbinsel Dänemarks direkt am Kattegat. Den Weg haben wir ohne Probleme und Navi gefunden und auch ein Parklplatz in einem Parkhaus war schnell gefunden, aber leider auch sehr teuer. Nun gut, also ging es los. Die Stadt an sich wirkt überhaupt nicht wie die zweitgrößte Stadt eines Landes. Das gefällt mir. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind super schnell zu Fuss zu erreichen und mit dem Rad kann man im Frühling wahrscheinlich auch problemlos das nähere Umfeld erkunden. Zuerst sind wir Richtung Bahnhof gelaufen, weil dort irgendwo eine Touristeninformation sein sollte, wo wir uns mit Infomaterial und Karten eindecken wollten. Und richtig, es wurden uns auch Schilder angezeigt, die uns in die Richtung lenkten. Aber so gut wir auch den Schildern folgten und die Augen aufgehalten haben, die Information war nicht zu finden. Statt uns lange mit der Suche aufzuhalten sind wir lieber los zu Den gamle By - der alten Stadt. Das ist ein Freilichtmuseum in der Innenstadt in der man in 17-19 Jhr. versetzt wird. Es ist von der Idee her genauso wie Den fynske Landsby hier in Odense, nur wird einem in Aarhus das Stadt- und nicht das Dorfleben präsentiert. Der Eintritt war für Studenten zu dieser Jahreszeit nur 30 Kronen, also vier Euro. Das ist nicht viel. Direkt nachdem wir reingegangen sind wurden wir von Amis angequatscht, die wollten, dass wir ein Foto von Ihnen machen und danach machte ein frisch getrautes türkisches Paar Hochzeitsfotos. Das war vielleicht ein Stilbruch, da die Braut ein typisches Bollywoodkleid anhatte :D Naja, dann konnten wir aber in die alte dänische Zeit eintauchen. Das ganze Dorf war zugeschneit und es war richtig, richtig kalt. Daher waren Mary und ich immer froh, wenn wir in einige Häuser reingehen konnte. Leider waren nicht alle beheizt und meist war es dann sogar noch kälter. Also ich möchte früher nicht da drin gelebt haben Aufgrund der Jahreszeit war natürlich nicht viel los, aber man konnte sich immerhin altes Spielzeug, Kleidung, Handwerksberufe und Häuser anschauen und die waren allein schon sehenswert. Trotzdem waren wir froh, als wir fertig waren, da wir mittlerweile richtig durchgefroren waren. Gut, dass wir auf dem Hinweg schon ein Cafe entdeckt hatten, dass wir unbedingt ausprobieren wollten. Es nannte sich VW-Cafe und es war soo cool eingerichtet. Der Tresen war ein ein VW-Bus und überall standen die kleinen alten Busse herum. Der Rest war richtig gemütlich mit viel Holz und Kissen eingerichtet. Nach einem leckeren Chailatte wurde mir etwas wärmer, also konnte es weitergehen. Das Kunstmuseum mit dem Regenbogenpanorama haben wir uns nur von außen angesehen. Gerne wäre ich in das Regenbogenpanorama hochgegangen, aber der Eintritt für das Museum kostet 80 Kronen und wir wollten noch so viel anderes von der Stadt sehen, dass uns das nur für das Panorama zu teuer war. Also sind wir lieber dem Aarhus Aa (also dem Fluss, der mitten durch die Stadt fließt) gefolgt. Das war sehr idyllisch und ist im Frühling und Sommer sicher richtig traumhaft. Links und rechts gibt es viele kleine Cafes, die zum verweilen einladen. Wir sind aber lieber weiter ins Latinerkvarter. Das gab es so viele kleine süße Lädchen für Groß und Klein, einfach herrlich. Es gab einen Laden, der Steine, Halbedelsteine und Bernstein verkaufte. Das war richtig toll, aber leider auch sehr teuer, sodass ich es beim anschauen belassen habe. Weiter ging es zum Dom, der von innen sehr sehr prächtig ist, und dem Aarhus Theater. Das ist ein beeindruckendes und sehr schön gestaltetes Gebäude. Danach haben wir einen kleinen Abstecher zum Hafen gemacht, der aber in dem Teil nicht sehr ansehnlich ist, sondern viel Industrie zeigt. Also sind wir durch die Fußgängerzone (die nicht anders ist als hier in Odense) zurückgeschlendert um nochmal die Touristeninformation zu suchen. Nach weiterem erfolglosen Suchen, haben wir im Rathaus gefragt und dort wurde uns doch tatsächlich gesagt: "We don't have a tourist information!" Bitte?! Die zweitgrößte Stadt Dänemarks hat das nicht? Wollen die keine Touristen?? Ich hatte schon in der Fußgängerzone keine Souvenirläden gesehen, aber man muss doch wenigstens etwas Infomaterial haben. Das gab es auch und zwar in einer kleinen provisorisch eingerichteten Ecke im Bürgerservice. Dort gab es einen Ministadtplan und zwei Broschüren. Ahja! Wir sind dann zum Auto zurück, da wir noch das Meer sehen wollten. Aarhus ist total schön von Natur umgeben und zwar hat man fast alles, was man sich wünscht. Wald, Strand, Parks, das Meer und es ist sogar etwas hügelig. Wir haben am Moesgaard Strand halt gemacht, die frische Meeresluft genossen, Fotos gemacht, ein paar Steine gesammelt und ich Auto eine Kleinigkeit gegessen. Eigentlich wollten wir uns noch das Marselisborg Slot, die Sommerresidenz der dänischen Königin anschauen, aber da wir kein geeignetes Kartenmaterial hatten und es auch keine gute Beschilderung gab, haben wir das dann gelassen und sind müde nach Hause gefahren. Auf jedenfall wird der Ausflug im Frühling nochmal wiederholt, denn es hat uns sehr gut gefallen und wir haben ja noch längst nicht alles gesehen! Gestern waren zwei Assistenten aus Kopenhagen hier in Odense zu Besuch. Nachmittags haben wir uns mit Ihnen in Froggys Cafe getroffen. Das Cafe an sich hat mich jetzt nicht so sehr beeindruckt, aber es gab so leckere Smoothies, oh die waren ein Traum :D Dort haben wir den späten Nachmittag mit quatschen und Smoothie schlürfen verbracht und es war wirklich nett, einige andere Assistenten zu treffen. Abends hat es dann hier wieder angefangen zu schneien, aber heute ist es schon über 0 Grad, also taut so langsam der Schnee weg. Von oben fällt aber immer noch mehr nach und es weht ein fieser Wind, sodass es nicht wirklich angenehm ist draußen. Dafür habe ich aber Zeit den Blog zu schreiben und mich zu entspannen, denn irgendwie sind die Tage immer richtig voll und vergehen wie im Flug :D Und hier auch ein paar Bilder: http://www.flickr.com/photos/91084538@N07/

27.1.13 17:49, kommentieren

Auf den Spuren der Wikinger

Einige ereignisreiche Tage liegen mal wieder hinter mir und es stehen auch direkt wieder einige an. Die Tage verfliegen im Nu und ich weiß manchmal gar nicht, wann ich es schaffen soll hier mal was zu schreiben. Letzten Donnerstag habe ich das erste Mal an einem Projekt meiner Schule teilgenommen. Und zwar gibt es in der 8. Klasse ein Mädchen, das Probleme hat Anschluss zu finden (wurde mir erzählt) und auch gemoppt wurde. Daher haben die Schulpsychologin, die Klassenlehrerin und die Schulleiterin überlegt, was man dagegen unternehmen könnte und hatten die Idee, dass das Mädchen sich einige andere Mädchen, mit denen sie gut klarkommt, aussucht und die Gruppe dann zusammen Aktivitäten planen, die sie dann zusammen mit mir machen. Natürlich wurde ich vorher gefragt, ob ich dazu Lust hätte und warum nicht? So kann ich zum einen helfen und erlebe zum anderen viele verschieden Sachen. Am Donnerstag waren wir zum Beispiel Eislaufen. Und ich stand seit langen mal wieder auf Schlittschuhen. Es ist ja nicht so, dass ich das nicht könnte, aber auf Hockeyschlittschuhen stand ich ewig nicht mehr und das ist einfach ein komplett anderes Gefühl als mit Eisschnelllaufschuhen und daran musste ich mich erstmal gewöhnen. Spaß gemacht hat es trotzdem, obwohl ich eine 400m Außenbahn doch lieber mag, als ein kleines Hockeyfeld. Freitag war Katrins letzer Tag hier in Odense und bevor sie den Zug in Richtugn Heimat genommen hat, haben wir uns noch in einem Cafe getroffen. Es ist wirklich schade, dass sie weg ist, aber es geht nunmal mit anderen Sachen weiter. Samstag habe ich mit Rok (auch ein Comeniusassistent) und Mary, das Wikingermuseum hier in der Nähe besucht. Dort kann man ein Wikingerschiff, das als Grab genutzt wurde besichtigen. Dazu mussten wir aber erst einmal 200m durch den Schnee stapfen bis wir zu dem Hügelgrab kamen. Innendrin war es stockdunkel und ich war froh nicht allein zu sein. Das Schiff selbst ist fast 22m lang und dort wurde 925 AD ein König mit seinen 11 Pferden und 4 Hunden, die extra getötet wurden, begraben. Sehr makaber. Die Knochen waren auch zum Teil noch sichtbar. Ergänzt wurde das ganze dann durch eine kleine Wikingerausstellung, in der man einiges über die Zeit erfahren konnte. Besonders interessant jedoch war, dass das Schiff seit letztem Jahr 1:1 nachgebaut wird. Das hat uns ein netter Däne erklärt, der mit Feuereifer bei der Sache ist. Fertig soll es nächstes Jahr sein und dann auch mit 35 Mann in See stechen. Uns wollte er glaube ich auch dafür begeistern :D Anschließend sind wir noch zu Fyns Hoved hochgefahren. Das war ein ganz andere Anblick als im Herbst jetzt wo es so verschneit war. Und vor allem war es eiskalt. Es wehte nämlich ein kräftiger Ostwind und dadurch war es gefühlt bestimmt -16 Grad oder so. Trotzdem war es ein schöner Ausflug, aber ich war froh hinterher im warmen Auto zu sitzen. Die neue Woche startete damit, dass meine Brille kaputt ging. Super! Gut, dass ich meine alte dabei hatte. Keine Ahnung wie das passiert ist. Jedenfalls kam ich vom Laufclub zurück und habe gemerkt, dass das Gestell an einer Seite gebrochen ist. Der Optiker meinte, dass könne man nicht reparieren und ich habe die Brille zwar heute mit Sekundenkleber erstmal wieder geklebt, aber habe mir trotzdem als Zwischenlösung eine neue gekauft. Für sage und schreibe 195 DKK, also ca. 26 Euro. Ein echtes Schnäppchen und zwar im Ausverkauf. Leider ist sie erst nächste Woche fertig. Aber immerhin habe ich das komplette Gespräch auf dänisch geführt und war hinterher schon ein wenig stolz auf mich! Heute durfte ich das erste Mal im Deutschunterricht der 9. Klasse Noten geben. Die Schüler sollte einen kleinen Vortrag (entweder einen Tagebucheintrag oder eine Fortzsetzung zu einer Geschichte) vorbereiten und dann präsentieren. Ich hatte 7 Schüler, die zu den besten Schülern gehören. Hinterher habe ich dann einen Einblick in das Notensystem bekommen. Es beginnt bei 0-2, dann kommt 4, 7, 10 und die beste Note ist 12. Ich fand es relativ schwer, die Schüler zu bewerten, da ich mich gar nicht auf alles konzentrieren konnte, also Aussprache, Grammatik, Stil und Betonung, aber eigentlich habe alle 7 ihre Sache gut gemacht und ich habe dreimal 12 und viermal 10 Punkte vergeben. Naja, ich war wahrscheinlich zu nett :D Freitag geht es nach Aarhus, zusammen mit Mary. Da bin ich schon echt gespannt. Also bleibt dabei

23.1.13 21:56, kommentieren

Viele neue Leute und ein schöner Strandausflug

Die Überschrift beschreibt mein Wochenende. Es war mal wieder voller neuer und schöner Erlebnisse. Die Schulwoche hat mich ziemlich ermüdet. Mit Unterricht, Vorbereitungen, Sprachkurs, Sport und Hausaufgaben bin ich bis Donnerstag immer gut ausgelastet. Im Sprachkurs sind wir jetzt in neuen Gruppen, das ist echt etwas doof, da hat man sich gerade an die Lehrerin und die anderen Kursteilnehmer gewöhnt und dann wird alles umgeschmissen. Naja, letztes Mal war auch eine Vetretungslehrerin da und die hat uns doch tatsächlich gefragt, ob wir wüssten, was Adjektive sind. Bitte?! Ich habe echt überlegt, ob sie damit das Wort an sich oder wirklich die Bedeutung und Funktion meint...da kam ich mir doch etwas blöd vor :D Freitags war ich mit Katrin schwimmen und danach waren wir noch zusammen mit Mary in einem netten Cafe. So ließ es sich doch gut entspannen. Samstag habe ich dann zwei neue Assistenten aus Spanien und Slowenien. Die wohnen alle zusammen in dem "tollen" Studentenwohnheim", wo ich eigentlich auch hin sollte. Da, wo es feste Essenszeiten, zu seltsamen Zeiten und meist dasselbe Essen gibt...Fleisch, Kartoffeln, Soße. Juhu :D Wir waren zusammen auf dem Wochenmarkt und in der Stadt. Irgendwann habe ich mich dann aber abgesetzt, da ich noch eine andere Verabredung mit Lea hatte. Lea ist ein deutsches Mädchen, das hier in Dänemark studiert. Sören hatte sie vor meiner Ankunft mal getroffen und sie hat ihm ihren Namen und ihre Nummer gegeben. Ich hatte ihr schon früh bei facebook geschrieben, aber die Nachricht ist im Sonstige Ordner gelandet und deswegen habe wir erst jetzt ein Treffen zustande bekommen. Wir waren in einem neuen Cafe (also für mich sind ja alle Cafes neu), aber das war richtig hyggelig und da werde ich wohl nochmal hingehen. Lea ist auch total nett, wir haben lange gequatscht und dann festgestellt, dass wir nur eine Querstraße auseinander wohnen :D Da werden also noch mehrere Treffen zustande kommen. Heute morgen war dann Crosslauf Nummer 4 dran. Hier in Dänemark ist es seit einigen Tagen wieder weiß und sehr kalt, also nix mit Frühlingstemperaturen wie in den Weihnachtsferien Die Strecke war diesmal flach, dafür aber natürlich teilweise verschneit. Trotzdem bin ich echt gut gelaufen. 8,1 km in 33:13, nur 45sek langsamer als an Silvester und da man dreimal über eine kleine Baumstamm"brücke" musste und Schnee lag, ist das vollkommen ok. Jetzt nur noch ein Lauf und der Sieg ist mein :D Eigentlich habe ich den jetzt schon sicher, juhuu, meiner erster Sieg :D Nachmittags bin ich bei wunderschönem Wetter an einen Strand im nördlichen Teil Fünens gefahren. Die anderen Assistenten haben einen Tag auf Langeland, einer südlichen Insel verbracht. Leider konnte ich wegen des Crosslaufes nicht mit, was ich gerne gemacht hätte. Aber mein Ausflug war bestimmt mindestens so schön. Ich war an einem Strand namens Flyvesandet. Das ist der einzige Strand auf Fünen, der etwas dünig ist. Es gab viele schöne Steine und Muscheln, die ich natürlich fleißig gesammelt habe, während mir die Meeresluft um die Nase wehte. Und tolle Fotos konnte ich auch machen. Die könnt ihr übrigens jetzt hier bewundern: http://www.flickr.com/photos/91084538@N07/ Es war ein total toller Tag. Jetzt bin ich aber richtig müde und morgen gehts wieder in die Schule. Also, ich freu mich über Post und Nachrichten von euch!

1 Kommentar 13.1.13 21:31, kommentieren

Godt Nytår - es geht wieder los

So, da melde ich mich auch mal zurück. Neues Jahr, neues Glück Die Weihnachtsferien waren super schön, aber viel zu kurz. Ich war doch gerade erst zuhause angekommen, da musste ich schon wieder zurück fahren. Das war ganz schön schwer! Vor Weihnachten bin ich ja noch mit Dorte, der Schulleiterin, im vegetarischen Restaurang Kaernehuset. Das war ein tolles Erlebnis. Das war gar kein typisches Restaurant, sondern ein großer Raum in einem Altbau, an den eine Küche angeschlossen war. Dort kochen immer Freiwillige ein Drei Gänge Menu. Das ist also immer eine Wundertüte, was es gibt und wie es schmeckt. Ich habe einen richtig guten Tag erwischt. Zur Vorspeise gab es Kürbissuppe mit selbstgemachtem Brot. Als Hauptgericht Bulgur, Rotkohlsalat, Paprikagemüse und gebackene Rote Beete und Sellerie und zum Nachtisch Kirsch-Nuss Kuchen. Das war richtig lecker und war auch wirklich günstig, gerade mal 70 Kronen. Das ist wirklich günstig für dänische Verhältnisse. Es war auch alles voll, viele Plätze gibt es nicht und man kann die auch schon vorher reservieren, damit man auch ja einen Platz hat. Abspülen muss man am Ende auch selber. Also eine wirklich originelle Art zu essen. Sehr empfehlenswert. Das typische dänische Weihnachtsfest mit Kartoffeln, Schweinebraten, Rotkohl und brauner Soße sowie dem typischen Nachtisch Risalamande und dem Tanz um den Tannenbaum, habe ich leider verpasst, aber mir wurde von den Kindern in der Schule vorher alles genau erläutert. Und das Essen habe ich schon mal probiert, bei Sörens Großeltern. Jedenfalls die Fahrt hin und wieder zurück verlief sehr gut. Ich bin gut durchgekommen, aber anstrengend war es. Jetzt habe ich mich hier etwas aklimatisiert und schon die neue deutsche Comenius Assistentin Mary, die seit einigen Tagen auch hier in Odense ist, getroffen. Sie ist sehr nett und zusammen mit Katrin haben wir die Stadt und das Rosengaardcenter angeschaut. Katrin fährt ja leider in zwei Wochen schon... Morgen geht die Schule wieder los. Ich bin mal gespannt, was im neuen Jahr so auf mich zukommt.

6.1.13 21:16, kommentieren